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Was versteht man unter Slotracing?

Slotracing ist ein englisches Wort und bedeutet wörtlich übersetzt Schlitzrennen. Tatsächlich reichen die Anfänge des Slotracing bis in die neunziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts zurück.

In den dreißiger Jahren produzierte Märklin eine Rennbahn die mit zwei elektrisch betriebenen Modellfahrzeugen (mit Licht) ausgestattet war.

Während der Kriegsjahre ruhten die Anstrengungen eine elektrisch betriebene Rennbahn zu konzipieren.

 

Im Bild das Slotracing Prinzip. Ein Schlitz in der Mitte führt das Modell am Leitkiel. (Leitkiel = Führungsstift in der Bildmitte, rot gekennzeichnet)


In diesem Bild ist das Prinzip des Railracing zu erkennen. Der Slot in der Mitte fehlt. Die Führung des Modells wird von der Schiene, dem "Rail"(rot gekennzeichnet)  übernommen.

Erst im Dezember 1954 erschien im Model Maker (engl.Zeitschrift) ein Artikel über Modellautos deren Bewegung vom "Fahrer" aus beeinflußt werden konnte. Die Modelle wurden von einem Elektromotor angetrieben wie er damals in Eisenbahnen eingebaut war. Eine Leitschiene  versorgte die kleinen Renner mit Strom. 

1955 versetzte der englische Southport Club auf der jährlichen Automodellausstellung seine Zuschauer ins Staunen. Die Mitglieder bauten eine mehrspurige Bahn auf, die auf dem Prinzip des im Dezember 1954 erschienenen Artikels basierte. Da die Modelle ihre Spannungsversorgung Über eine Schiene in der Mitte des Modells erhielten, tauften die Modellenthusiasten ihr Prinzip "Railracing".

Bis 1964 blieb man im englischen Southport seinem Prinzip treu, bevor im selben Jahr die Schlitzrenner das Regiment übernahmen. Die Argumente für die Schlitzrenner waren einfach zu stark, ließen diese Modelle doch realistische Drifts in den Kurven zu, währen die Modelle des Railracing durch die herausragende Schiene in ihrer Bewegungsfreiheit stark einschränkt waren. Schließlich produzierte die erste Firma (Scalextrix) seit 1957 Schlitzpisten und keine Rails. Damit stand der Verbreitung des Slotracing nichts mehr im Wege. Im selben Jahr stellte auch Carrera die erste Universal Bahn vor, die bis weit in die achtziger Jahre produziert wurde, bevor sie Mitte der neunziger Jahre durch die Evolution Bahn abgelöst wurde.

In den Folgejahren produzierte Firma nach der anderen Slotracingmodelle. Und so kam es das gegen Ende der sechziger Jahre sehr viele Firmen mit dem Thema Slotracing beschäftigt waren.

Carrera, Stabo, Fleischmann und Märklin sind die bekanntesten deutschen Firmen die Modelle und Bahnen im Maßstab 1:32 und 1:24 fertigten. Lediglich Faller produzierte neben den zuvor genannten Maßstäben Modelle im Maßstab 1:87.

1978 erreichte Carrera den Höhepunkt in Punkto Modellvielfalt. Über 140 verschiedene Modelle fertigte die Firma damals.

Mitte der achtziger Jahre verdrängten die elektrisch betriebenen und ferngelenkten Modelle die Slotracer. Auf Börsen konnte man 1:24 und 1:32 Carrera Modelle für 10,-DM in neuem Zustand kaufen!

Erst gegen Ende der achtziger Jahre entdeckten viele ihr Hobby aus den Kindertagen neu, der mittlerweile in einem zweiten Slotboom nach den sechziger Jahren zu gipfeln scheint. Nie wurden so hohe Preise für Kunststoffmodellautos bezahlt wie derzeit üblich.

Bleibt abzuwarten wohin der Trend geht. 

 



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Stand: 30. Dezember 1999